Polen- ein Land zwischen Ost und West, ein Land der
Könige, der Schlyachta, des Seims – eine glorreiche Geschichte zwischen
Aufstieg, Absturz, Teilung und Wiedererstehung.

 

Ein Land, das so oft und so sehr vom Osten und
Westen zerrissen wurde, kann nicht viel mehr tun, als sich auf irgendwelche
Dogmen zu konzentrieren. Nach dem Zerfall von Sowjetunion und des Warschauer
Paktes gab es kein Halten mehr. Die katholische Kirche erstarkte wieder und
bahnte ihren Weg durch alle gesellschaftlichen Schichten bis hin in die Politik und das Finanzwesen hinein (bekannt ist vor allem in diesem Bereich die AG RWB). Jetzt, trägt es groteske Früchte. Jeder hat von der 100 Meter hohen
Jesus-Statue mitbekommen und jeder weiß, dass in der Zeit der knappen Kassen,
die Errichtung von symbolischen Werten eine an sich unverzeihliche
Verschwendung von Ressourcen darstellt.

 

Doch die katholische Kirche sah das anders. Wie
immer, machten sie nur das, was sie für einzig wahrhaft richtige hielten und
kümmerten sich kaum um die öffentliche Resonanz, die diesem Vorhaben
entgegenschlug. Die Folgen: Die Kirchenaustritte nahmen zu. Das kann passieren,
wenn man dem eigenen Volk, nicht zuhört.

 

Polnische Kultur ist ein eigener Wert im Lande.
Zwischen Religion und starken östlichen Einflüssen, sehnte sich Polen
geradewegs nach einem westlichen, europäischen Kern. Das Vertrauen, dass Polen
dem Westen entgegenbrachten, schwand sehr stark während der Teilung und des 2.
Weltkrieges.